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Senfgurken einmachen

Senfgurken

Im Juli und August wenn die Gemüseernte überreich ausfällt, ist Einmachzeit. In unserem Garten wachsen im August reichlich Gärtnergurken. Diese sind dicker und kürzer als die gemeine Salatgurke, die man aus dem Supermarkt kennt. Doch auch die schlanken Salatgurken lassen sich zu Senfgurken verarbeiten. Das Einmachen von Obst und Gemüse ist zeitaufwändig, es macht jedoch viel Spaß im Sommer einen Wintervorrat anzulegen. So haben es unsere Großmütter noch gemacht und sie wussten warum: Man spart eine Menge Geld für Konserven,  bestimmt die Zutaten und weiß was man isst. Ich versuche immer die Zuckermenge zu reduzieren. Das klappt gut. Letztlich benötigt man nur wenig Zucker für den abgerundeten Geschmack. Für die Haltbarkeit ist er nicht notwendig, wenn man sauber arbeitet und die Gläser lange genug pasteurisiert. Hier kommt ein Rezept für Senfgurken.

Gurken sauer einlegen

Wasserreiche Gemüse wie Gurken oder auch Zucchini werden vor dem Einlegen zuerst gesalzen, um die Früchte zu entwässern. Man schneidet mundgerechte Stücke zu, salzt reichlich und lässt das Ganze Wasser ziehen. Nach 12 bis 24 Stunden gießt man das Wasser ab. Danach können die Früchte entweder roh oder leicht vorgekocht in Essigsud eingelegt werden. Ungekocht bleiben die die Früchte knackiger. Wer es weicher mag, der sollte sie im Sud kurz abkochen.

Zutaten für Senfgurken

  • 3 Kg feste Gurken
  • 2-3 EL Salz
  • 500 g Zwiebeln klein geschnitten
  • 1l Essig mit 5% Säure (Weißweinessig)
  • 500 ml Wasser
  • 150 g Zucker
  • 3 EL Senfkörner
  • schwarzer Pfeffer, ganz
  • 1/2 TL Piment




Zubereitung: Gurken einmachen

 

Gurken schälen und in 3 cm breite Stücke schneiden, salzen und über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag das Salzwasser abgießen.

Einen Sud aus Essig, Wasser, Zucker und Gewürzen mischen.

Die Zwiebeln klein schneiden und in den Sud geben.

Zwiebel und Essigsud aufkochen und das Gurkenfleisch darin portionsweise kurz aufwallen lassen.

Die Gurken mit einem gelochten Schöpflöffel herausnehmen. Dabei nimmt man auch die Zwiebeln mit heraus.

Die Gurkenstücke und die Zwiebelwürfel auf fünf 500 ml Einmachgläser verteilen (bis zwei cm unter den Rand füllen).

Den Sud nochmal aufkochen und dann über das Einmachgemüse geben. Dabei Platz zum Glasdeckel lassen, sonst kann sich kein Unterdruck aufbauen.

Gummiring und Glasdeckel auflegen und mit vier Klammern verschließen.

Die Gläser für 30 Minuten bei 92 Grad in einem Einkochtopf oder in einem großen Kochtopf (mit Wasser füllen), pasteurisieren.

Nach dem Einkochen das Wasser über einen Hahn ablaufen lassen. Kocht man mit einem normalen Kochtopf ein, dann muss man die Gläser mithilfe einer Einmachzange aus dem heißen Wasser vorsichtig herausheben.

Abkühlen lassen und erst dann die Klammern entfernen. Der Deckel hält jetzt von allein fest, da der äußere Luftdruck ihn auf das Glas presst.

Eingemachtes lagern

Derart eingeweckte Gurken halten sich mindestens 1,5 Jahre. Durch den Glasdeckel kann man gut beurteilen, ob sich vielleicht doch Schimmel bildet. Wenn der Deckel lose sitzt, muss man den Inhalt sofort verzehren. Dabei natürlich immer prüfen, ob das Eingemachte noch gut ist.